Erfahrungen mit der Ricoh PX

01.07.2011 Düsseldorf/KS - Wir haben die Ricoh PX im praktischen Einsatz getestet. bei ging es uns natürlich auch um die Foto- und Videoqualität, aber besonderen Wert haben wir auf die Handhabung und die besonderen Möglichkeiten der Kamera gelegt.

Die technischen Daten und Fakten zur Ricoh PX nebst Abbildungen finden Sie hingegen in diesem Artikel:
http://www.foto-welt-news.de/110609-01.htm
Fotos, die mit der Ricoh PX gemacht wurden, können Sie sich ansehen:
http://www.photissimo.com/1106_Mosel-Trier-Detzem.htm
Bitte beachten Sie die Bildunterschriften. Es gibt neben den bearbeiteten Fotos der Ricoh PX auch solche, die mit der Systemkamera Sony NEX-3 gemacht wurden.

nun unsere Bewertung zur Ricoh PX:

Hält man die Kamera das erste mal in der Hand
, so fällt die Kompaktheit des Gehäuses und das schnörkellose Design auf. Alle Flächen sind relativ glatt und bleiben es auch während des Betriebes. Denn das Objektiv fährt nicht aus dem Gehäuse heraus, sondern werkelt innerhalb der Kamera. So ist die Kamera auch "kindersicher", denn es kann kein empfindliches, herausragendes Objektiv angestoßen und beschädigt werden. Selbst wenn die Kamera nicht mit der Trageschlaufe gesichert ist und aus der Hand auf den Boden fällt, soll sie einen Sturz aus bis zu 1,50 Metern Höhe schadlos überstehen. Wer dennoch fürchtet, es könne Farbe abplatzen, der kann ein optional in lustigen Farben erhältliches Jacket aus weichem Kunststoff über das Gehäuse stülpen. Das Objektiv und alle Einstell-Knöpfchen und -Hebelchen bleiben frei. Selbst Regen oder einen Schnorchelgang übersteht die Kamera, denn sie ist ein Weilchen bis drei Metern Tiefe wasserdicht. Das ist z.B. auch praktisch am Strand: Mit der PX kann man selbst beim Schwimmen im Meer oder Spielen am Strand fotografieren. Wird die Kamera nass, kein Problem. Wird sie sandig, spült man sie mit Meerwasser ab. Nur sollte man dann nicht vergessen, sie noch am selben Tag mit Süßwasser abzuspülen, denn Meerwasser schadet den Dichtungen der Kamera.

Wir haben die Kamera bei einem Stadtfest ausgiebig getestet.
Zwischendurch hat es immer mal wieder geregnet. Kein Problem, die PX und die Glasscheibe vor dem Objektiv werden einfach abgewischt, und schon kann weiter fotografiert und gefilmt werden.

Die Bilder der PX landen auf einem 16 Megapixel Sensor.
Das ist wohl in etwa das Doppelte von dem, was das Mini-Objektiv auflösen kann. Aber die Menschen verlangen immer mehr Pixel, und sie bekommen sie natürlich auch. Sinnvoll ist das eher nicht. Ungeachtet dessen macht die Kamera im niedrigen ISO Bereich recht ordentliche Aufnahmen. Der Autofokus sitzt exakt auf dem Punkt, die Belichtung ist fast immer perfekt. Das ist mehr, als andere Kameras dieser Klasse bieten.

Die Bedienerführung
würde ich als "hybrid" bezeichnen: Wer ohne auf gezielte Einstellungen zu achten einfach und vollautomatisch nette Fotos schießen will, der kann das tun. Auch die Auswahl an vorgefertigten Szenen ist umfangreich und auch für einen Anfänger leicht zu bedienen. Immer ist in dem Auswahlmenu auch ein Beispielbildchen zu sehen. Das ist intuitiv gut bedienbar. Besonders praktisch ist z.B. der Auktionsmodus, bei dem automatisch mehrere Bilder zu einem kombiniert werden. Wer hingegen das Kameraverhalten stärker beeinflussen möchte, kann auch dies tun. Es gibt ausreichen Parameter im Menu, die verändert werden können.

Gut gelöst und außergewöhnlich ist der extra Drehschalter für die Blitzeinstellung.
Man kann zwischen "OFF", "AUTO" und "ON" wählen. Nun hat endlich der Ungeübte die Ausrede nicht mehr, er finde die Blitzabschaltung nicht, wenn er Stadion nur den Hinterkopf des Vordermanns beleuchtet, statt das Geschehen auf dem Stadionrasen zu fotografieren. Ob sich das durchsetzt? Ich hoffe es inständig!

Für das eingebaute HD Video
gibt es einen eigenen Start-Stop-Button. Die Videos sind erstaunlich gut, es kann während der Aufnahme sogar gezoomt werden. Der Autofokus arbeitet recht zuverlässig und stellt auch nach dem Zoomen schnell wieder scharf.

Alles in allem
bekommt man zu einem guten Preis-Leistungs-Verhältnis eine robuste kleine immer-dabei-Kamera, die sehr ordentliche Ergebnisse liefert. Hätte sie weniger Megapixel, dann wäre die Bildqualität und das Rauschverhalten bei schlechtem Licht noch deutlich besser. Einige Hersteller haben sich bereits getraut, die Megapixelzahl bei den neuesten Modellen zu reduzieren. Wer folgt dem guten Beispiel?

Juli 2011 - Klaus Schachtschneider - foto-welt-news.de

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